2017-10-11

Auf den Spuren der Dinos

Heute ist mein letzter Tag in Broome und deshalb war ich heute früh mit Arni, der mittlerweile auch in Broome angekommen ist am Ganthaume Point, dort haben wir uns Dinosaurierspuren angeschaut. Das war echt richtig cool. Auch die Umgebung ringsherum war sehr toll. Das wunderbare türkise Meer und am Rand orangene Klippen. Das zeitige Aufstehen hat sich echt gelohnt, man kann die Spuren nämlich nur anschauen wenn Ebbe ist, und leider war diese am Morgen. Zurück im Hostel kümmere ich mich gerade um Jobs und werde nachher meine ganzen Sachen packen. Heute abend treffe ich mich nochmal mit den Au pair Mädels bevor es morgen halb 7 losgeht Richtung Süden.
Eigentlich sollte ich Freudensprünge machen, dass es endlich weitergeht und ich die Chance habe eine supertolle Tour zu machen. Aber irgendwie ist Glücklichsein und Freude irgendwo auf der Reise verloren gegangen und so sehr ich auch suche, kann ich es nicht finden. Ich bemühe mich wirklich hier alles zu genießen, aber aus irgendeinem Grund kann ich es nicht und ich bin die Hauptzeit des Tages leider richtig unglücklich.  Eigentlich ist alles super, aber mein Unterbewusstsein stellt sich mit aller Kraft dagegen, so viel, dass ich nicht gegenhalten kann. Alleine zu sein ist richtig mies und wenn ich eins in den knapp 2 Monaten die ich jetzt hier bin gelernt habe, dann ist es das, dass ich nie wieder alleine wegfahre. Das ist natürlich nicht die einzige Erkenntnis, ich bereue nicht hergekommen zu sein und bin froh schon so viel erlebt zu haben und möchte hier auch noch viel sehen und neue Erfahrungen sammeln. In der nächsten Zeit werde ich zu all den Sachen, über die ich mich hier so glücklich schätzen kann auch nochmal einen Post verfassen. Denn das sind auch die Dinge, auf die ich mich hier fokusieren möchte und die mir in Erinnerung bleiben sollen. Im Moment brauche ich einfach Zeit und einfach auch mal wieder ein paar Glücksmomente beim Reisen(die auf der Tour hoffentlich zu genüge vorkommen) um mir bewusst zu werden, was für ein wundervolles Leben ich hier führen kann. Mir steht die ganze Welt offen, jetzt liegt es nur daran was ich daraus mache. Und das soll bitte jetzt die Zeit werden, von der ich die ganzen letzten Jahre geträumt habe. Ich muss nur irgendwie aus dieser Dunkelheit und dem schwarzen Loch, in das ich bin zum Anschlag reingefallen bin wieder rausklettern, bin nur noch auf der Suche nach der Leiter und dem Ausgang. Ich hoffe sehr wenn die Tour morgen startet geht es die Leiter immer weiter rauf, sodass ich endlich wieder alles in kunterbunten Farben anschauen kann und mir nicht alles so leer und trostlos erscheint wie jetzt.
Liebe Grüße, Elli


ich frage mich ob er schwimmen konnte, so schnurstracks wie er da auf die Klippen zugestapft ist:D Wahrscheinlich ist der Flugversuch so kläglich gescheitert wie bei Marius im August, bin ich froh, dass es da nur die Straße war <3 :D Kein Wunder das die Dinos ausgestorben sind wenn sie so dämlich sind und da runterhüpfen.




2017-10-09

Zwischen Palmen und türkisblauem Meer

Das klingt ja an sich nicht schlecht. Broome ist wirklich schön. Also von der Stadt darf man jetzt wirklich nicht zu viel erwarten, da bin ich mir ja immer noch unsicher, was ich hier als Stadtzentrum identifizieren kann. Aber die Umgebung ist wirklich absolut spitze. Ich sitze gerade im Hostel und wenn ich aus dem Fenster schaue, dann kann ich grün/goldene Palmblätter leicht im Wind wedeln sehen und wenn alles zuviel ist und ich eine Abkühlung brauche gehe ich in den Pool, lasse mich treiben und bin wieder von Palmen umgeben. Generell fühle ich mich hier sehr wohl, da es wirklich wie im Hotel ist. Nur das ich eben selber kochen muss und mir den Raum mit 11 anderen teile, eigentlich könnte ich hier ewig bleiben. Wäre nur das Problem nicht, wie ich endlich weiterkomme. Ich bin jetzt schon eine Woche hier und möchte mich langsam auf den Weiterweg begeben. Das ist allerdings gar nicht so einfach, wie ich diese Woche festgestellt habe. Ständig zerschlagen sich Gelegenheiten oder ich bin selber total unsicher, wie ich weitermachen soll. Mittwoch hatte ich endlich neuen Mut gefasst und mich am Stadtstrand mit einer Niederländerin getroffen, die sich evtl. auch mit ein Auto mieten würde. Mit Alissa hat das auch echt gepasst, wir hatten die selben Ansichten und sie war mir echt sympathisch. Sie hatte noch eine Freundin dabei, Becky, und so saßen wir den Nachmittag zusammmen am Strand und haben erzählt. Die beiden arbeiten als Au pair hier. Danach hat Becky mich mit dem Auto mitgenommen und mir noch einen ganz schönen Strand gezeigt und danach sind wir zu Maren, einem anderen deutschen Au pair hier, und haben eine Weile am Pool bei ihr verbracht und erzählt. Das war so schön, das erste Mal das ich in Australien Leute gefunden habe, mit denen ich mich auf Anhieb super verstanden habe. Es war alles so einfach und ich war mega glücklich, als ich am Abend wieder im Hostel war. Nur kam kurz darauf der nächste Dämpfer. Alissa musste mir leider absagen, da ihre Familie noch kein neues Au pair hat und sie diese nicht alleine lassen will, was ich auch super lieb von ihr finde. Ihr Vertrag ist immmerhin abgelaufen und sie könnte gehen, doch weil ihr die Familie so am Herzen liegt, möchte sie diese nicht alleine lassen. 2h später hat mir Jonna auch noch abgesagt, das deutsche Mädchen, mit das Auto mieten wollte. Sie hat sich den Tag über andere Leute gesucht und so war ich wieder alleine. Donnerstag gings mir dann erstmal richtig beschissen. Es ist ein niederschmetterndes Gefühl, wenn sich nach und nach alles zerschlägt. Gestern habe ich dann einen anderen auf Facebook angeschrieben, doch der meinte er trifft sich erstmal mit anderen und meldet sich dann, das soll nichts negatives jetzt heißen, aber ich denke eher, das er die anderen mitnimmt. Dann habe ich mich mit einer Französin getroffen, die ich auch über Facebook angeschrieben habe. Die war auch superlieb, aber ihr ist es zu teuer ein Auto zu mieten und somit fiel das leider auch weg. Ich habe aber einen ganz entspannten nachmittag mit ihr im Pool verbracht dafür. Und abends haben sie mich dann gefragt, ob ich mit zu den Staircases of the moon gehen möchte. Da hatte mich Becky aber schon gefragt. Beim Abendessen habe ich noch mit einer anderen Deutschen ausgemacht, das wir zusammen hinlaufen können. Kurz darauf habe ich gelesen, das Becky mich abholen kann,aufgrund einiger Missverständnisse hat sie mich dann nicht abgeholt und ich stande eine halbe Stunde vorm Hostel und habe gewartet. Die andere Deutsche habe ich bei den Franzosen mit untergebracht, dass sie nicht alleine laufen muss.Naja, 10 nach 6 rannte ich dann schnurstracks Richtung Strand.Mir war klar, dass ich es nicht mehr rechtzeitig schaffen würde, in 10 Minuten konnte ich keinen Weg von 30min laufen.. Deshalb habe ich auf 3/4ster Strecke Halt gemacht, und mich neben ein Hotel gestellt, wo auch einige Schaulustige standen und hoffte auf mein Glück. Ich denke von hier habe ich den Mond sogar noch näher gesehen als vom Strand, weil dieser weiter entfernt liegt und total von Menschen überfüllt war.
Die Staircases waren wirklich beeindruckend. Der Mond erhob sich im dunkeln langsam hinter den Bäumen hervor, eigentlich wie ein Sonnenaufgang. Der Mond war riesig groß und besaß eine orange/gelbe Färbung. Als ich mir Bilder im Vornherein angeschaut habe, dachte ich, dass das ganze nachbearbeitet ist, aber es war wirklich gigantisch und ich bin dankbar, dieses Naturschauspiel angeschaut haben zu dürfen. Als der Mond noch niedrig war, bildete sich auf dem Meer eine goldene Treppe, sie war zwar nicht mehr so deutlich wie die Monate davor, aber teilweise dachte ich wirklich, dass das Zauberei ist, da es so magisch aussah. Wie als hätten Engel einem den Weg in den Himmel gebaut. Die Treppen hatten wirklich die Farben, die ich generell mit allem Übernatürlichen verbinde. Es war super beeindruckend. Ich fande es auch entspannend, das ich nicht am Town Beach war, wo sich die ganze Stadt versammelt hatte und jeder dicht an dicht stande, sondern mit 5-10 anderen in einer ruhigen Atmosphäre. Leider konnte ich keine Fotos machen, da mir dafür das Stativ fehlt, aber schaut euch bitte unbedingt im Internet ein paar Bilder an, ich packe euch hier gleich einen Link rein:Staircases to the Moon .
Samstag hat mich Becky spontan angerufen, ob ich Lust habe mit zum Strand zu gehen. Sie, Anja und Leonie wollten ein Flugzeugwrack aus dem 2. Weltkrieg suchen gehen, welches man nur selten betrachten kann, wenn die Ebbe so stark ist. Dazu muss man vom Town Beach ca.1 km ins Meer laufen. Wir sind da eine ganze Weile gelaufen und haben uns durch den Matsch und sämtliche Krabben gekämpft, bis wir irgendwann nur an einem Baum ankamen.. Wir dachten wir wären schon weit genug draußen, später wussten wir dann, das wir nochmal die selbe Strecke hätten laufen müssen. Aber von uns hatte dann keiner mehr Lust da wir nicht genau wussten wohin und die Verhältnisse zu laufen waren richtig bescheiden. Man musste so aufpassen wo man hintritt und immer wieder haben sich spitze Muscheln in die Füße gedrückt. Es war aber trotzdem mega schön gewesen.
Sonntag bin ich dann mit Becky und Anja zum Cable Beach gegangen und wir haben den Nachmittag dort entspannt.
Heute bin ich relativ zeitig aufgestanden, da so ein Lärm war und ich auch irgendwie mehr voller Tatendrang war, da ich endlich weiß wie es weitergeht. Ich habe die ganze Woche noch nach Travelmates gesucht und auch mit etlichen Leuten auf Facebook geschrieben, doch auch gestern das Erlebnis, das ich erneut an welche geraten bin, die sich nur mit Babyfeuchttüchern sauber machen, Wasser den Orten entnehmen wo groß und breit "no drinking water" draufsteht, sich damit die Zähne putzen, das zum Geschirr spülen und kochen verwenden hatte ich echt die Nase voll. Es kann doch nicht sein, das alle Backpacker so dreckig sind. Ich hatte mit so vielen geredet, die es so machen. Wenn man im Nationalpark ist und eben mal 2 Tage keine Dusche bekommt dann ist es so. Da sage ich ja nichtmal was, auch wenn ich es eklig finde. Aber durch die Bank weg so zu leben ist nichts für mich und da habe ich dann auch meine Prinzipien und begebe mich nicht auf einen Lebensstil herunter, der mir nicht zusagt.  Ich möchte die Reise doch genießen können und eine gute Zeit erleben, aber unter solchen Umständen beginne ich das nicht. Ich habe auf meinem ersten Roadtrip gemerkt, wie sehr das alles kaputt gemacht hat. Auch wenn Adi und Christoph superliebe Leute waren, war es für mich keine schöne Erfahrung auf die Art und Weise zu reisen. Ich bin hier eben auch in einer Gegend, wo es nicht viele Backpacker hinverschlägt, da sich der Großteil nur auf die Ostküste und den Süden stürzt. Eigentlich ziemlich dumm, da der Westen mir bis jetzt so viele wundervolle Dinge gezeigt hat. Ich hoffe sehr, dass ich es weiter unten im Süden leichter habe, Leute zu finden, mit denen ich mich gut verstehe. Hier sind so gut wie keine in meinem Alter,alle sind so um die 28. Ich habe hier auch schon viele nette Leute kennengelernt und das soll jetzt auch kein Nachteil sein, aber man merkt wenn es nicht die richtigen Leute sind schon, das es da Differenzen gibt. Mit Alissa zum Beispiel hätte ich mir keinen Kopf gemacht, das es nicht klappen würde. Aber so im Hostel hier ist es dann teilweise schon schwer.Ich bin richtig froh hier so viel mit den Au Pairs unternehmen zu können und Becky sehr dankbar, das sie mich da so reingebracht hat. Deswegen treffe ich mich heute Abend auch mit Leonie und Anja. Zuerst fahren wir wieder an den Cable Beach um im Sonnenuntergang noch ein bisschen im Meer zu schwimmen und anschließend machen wir Pizza und schauen einen Film an. Ich freue mich darauf, da es hier in Australien wirklich die ersten Leute sind, mit denen ich mich auf Anhieb so richtig super verstanden habe und mit denen ich was zusammen machen kann. In den Hostels wo ich war, fande ich es sehr schwer in irgendwelche Gruppen reinzukommen. Deswegen bin ich sehr dankbar hier so viel erleben zu dürfen.Und jetzt zu den Neuigkeiten wie es weitergeht. Gerade habe ich eine guided Tour für 10 Tage gebucht, in der ich die schönsten Ecken zwischen Broome und Perth bereisen werde. Ich freue mich jetzt so darauf. Die Tour ist auch für Backpacker ausgelegt, heißt es wird viel gezeltet und auch einige Wanderungen stehen auf dem Plan. Dafür habe ich mir heute beim Australischen Roten Kreuz einen Schlafsack für 4$ geholt. Ich bin ja so genial :D EIgentlich hätte er 8 gekostet, aber der ist an der Seite ziemlich gerissen, sodass ich denen das gezeigt habe und die mir den dann gleich für die Hälfte gegeben haben. Danach war ich noch auf der Post und habe endlich den Brief mit den ganzen Postkarten weggebracht. Einzeln verschicken ist hier nämlich nicht, da würde ich für eine Briefmarke 3$ bezahlen. So bezahle ich für einen Brief mit 6 Karten 4$. Ich würde euch allen gerne eine schicken,aber da das so teuer ist. Werde ich wohl Weihnachten den nächsten Brief weggeben oder bessergesagt darf Marius die dann zuhause verteilen:)
Zurück zur Tour, am Donnerstag früh geht es dann hier los. Wenn ihr genau wissen wollt was ich an jedem Tag mache schaut auf Peter Pans Travel vorbei und schaut euch die Tour Broome to Perth dort an:) Zuerst geht es in den Karijini Nationalpark für 2 Tage, danach weiter nach Exmouth ans wundervolle Ningaloo Reef( Ich freue mich schon so dolle dort endlich schnorcheln zu können), weiter nach Coral Bay wo man ebenfalls schnorcheln kann. nach Monkey Mia und Shark Bay, wo man wilde Delfine am Strand beobachten kann( das ist mehr der obligatorische Touri Müll, aber ich freue mich natürlich rießig, wenn ich meine Lieblingstiere aus der Nähe anschauen kann, die werden in Monkey Mia 1mal pro Tag gefüttert und kommen deswegen an den Strand, dabei wird aber drauf geschaut, dass sie nicht überfüttert werden sondern selbst noch auf die Jagd gehen), danach schaue ich mir noch den Kalbarri Nationalpark und die Pinnacles an bevor die Tour dann in Perth endet. Zurzeit ist in Western Australia auch Wildblumenblüte, ich hoffe einiges sehen zu können, aber die entsprechenden Nationalparks werden leider nicht angefahren. Mal schauen was ich da von Perth aus regeln kann. Am Dienstag nachdem ich angekommen bin, steht aber erstmal Rottnest Island mit seinen Quokkas auf dem Plan.
Ich hoffe euch geht es allen gut:) Ich werde jetzt die letzten beiden Tage in Broome genießen und euch nach der Tour hoffentlich nur schönes berichten zu können. In Perth will ich dann auf Arbeitssuche gehen. Ich brauche so sehr einen Ort an dem ich mich zuhause fühlen kann und eine geregelte Struktur habe.
Liebe Grüße, Elli
auf dem Weg zum Strand

Die Suche nach dem Flugzeug, übrigens wurde hier gestern ein Salzwasserkrokodil gefunden, da sehr viele Mangroven da sind. Die Ranger versuchen das zu fangen. Hupsi, hier bin ich die letzte Woche immer unbedacht im Meer rumgelaufen oder habe bisschen gebadet. Zum Glück wusste ich nicht, dass da möglicherweise ein Krokodil 50m neben mir lauert.
aww, die besten Eierkuchen. Gestern früh habe ich zusammen mit anderen gekocht.

das allerbeste Hostel <3 Es ist soo schön hier.



2017-10-03

G'day Broome

Ich bin jetzt seit 4 Tagen in Broome und hier gefällt es mir deutlich besser. Das Hostel ist das beste und günstigste in dem ich jemals war. Für 17$ die Nacht ist hier alles so super sauber und ordentlich. Auch die Einrichtung mag ich total. Man fühlt sich fast wie in einem kleinen Hotel. Überall sind Sitzsäcke und Hängesessel, das ist total gemütlich und man kann super relaxen. Ich war hier schon am Stadtstrand und am Cable Beach.
Für heute habe ich per Facebook eine Mitfahrgelegenheit angeboten bekommen. Irgendwie war mir das zu zeitig weil ich am Freitag noch die Staircases to the moon anschauen wollte. Das ist ein Phänomen in Broome was es nur von April bis Oktober gibt. Wenn Vollmond ist und gleichzeitig Ebbe, dann spiegelt sich das Mondlicht so toll, dass es aussieht, als bildet sich eine Treppe zum Mond. Aber auf der anderen Seite wollte ich eine Gelegenheit nicht ziehen lassen.Ich habe den ganzen Sonntag mit mir gerungen und wusste nicht welche Entscheidung ich treffen soll. Es haz mich wirklich sehr fertig gemacht und ich habe gemerkt, das es mir einfach zu viel war unter so einem Druck zu stehen. Sonntag Abend habe ich dem Engländer Joby dann geschrieben, das ich mitkomme. Darauf kam keine Reaktion. Einige Stunden später habe ich gefragtm ob wir uns morgen mal zusammmensetzen können, da ich die Gruppe gerne näher kennenlernen will. darauf hat er mir ebenfalls nicht geantwortet.. Montag saß er dann mit der ganzen Gruppe da, hat erzählt, am Handy rumgespielt und nichtmal dran gedacht, mir eine Rückmeldung zu geben. Am Morgen hatte ich mich noch mit einem anderen Deutschen getroffen, der zur seben Convoy Gruppe gehörte. Der war total wortkarg, ernst und hat keine wirklichen Anstalten von Interesse gezeigt. da war ich sehr skeptisch. Er meinte auch er meldet sich, hat er aber nicht. Gegen Mittag war ich dann so genervt, das ich beschlossen habe auf die Gelegenheit zu pfeifen, da ich nicht mit Leuten fahren will, denen ich egal bin. Auch Mamas Sms hat mich sehr bekräftigt, da sie auch meinte, ich solle mir die Staircases unbedingt anschauen.
Am Nachmittag kam dann Alex, die Niederländerin aus dem Auto von Joby zu mir und hat mir eröffnet, das die ganze Gruppe beschlossen hat mich nicht mitzunehmen. Sie machen sich Sorgen das ich wegen der Dusche Stress mache und sie wollen mich nicht im Busch lassen, nur weil ich ein Problem habe eine Woche nicht zu duschen. Eine andere, die mich nichtmal kannte meinte, sie will nicht das ich mitkomme weil ich erst 19 bin und mehr Erfahrung brauche etc. Es waren nur dämliche Ausreden,Alex hat z.B. noch gebracht das ich zu ruhig sind und dort mehr partypeople sind, die bis spät in die Nacht Lärm machen. sie kennt mich nicht.. aus 5min reden kann man sowas doch nicht beurteilen. Sie meinte sie wollen mich nicht ausschließen, aber im Endeffekt haben sie genau das gemacht. Ich habe gesagt, ich habe doch eh keine Chance ihren Entschluss zu ändern. Da meinte sie, ja, das stimmt.  Ich war nicht traurig, das ich nicht mitkonnte, das habe ich ja ein paar Stunden früher sowieso beschlossen, aber ziemlich deprimiert und niedergeschlagen, das schon wieder Leute ein Problem mit mir haben und mich nirgendwo dabeihaben wollen. Gerade wer über meine Schulzeit Bescheid weiß, weiß wie traumatisierend und schlimm die Zeit am Gymnasium war. Und jetzt schon wieder solche Geschehnisse, die in die selbe Richtung gehen. Nach dem Gespräch war ich total fertig. Ich habe nicht verstanden was genau ich falsch mache, das nie etwas funktionieren kann. Ich habe absolut keine Lust, mir jetzt neue Leute zu suchen bzw. generell mit Fremden zu reisen. In den letzten Wochen habe ich gemerkt, das dies nicht die Art zu reisen ist, die mir gefällt. Es fehlt, das ganze mit einer vertrauten Person zu teilen. Ständig nur alleine zu sein ist nicht gerade schön. Und wegen solchen Erlebnissen habe ich auch keine Lust etwas mit anderen zu machen, jetzt noch weniger als davor. Im Prinzip kann ich froh sein, nicht mit denen mitgefahren zu sein. Gestern saßen die die ganze Zeit am Tisch neben mir. Ihr braucht nicht erwarten, das die 2 Jungs nochmal herkamen und ein Wort zu mir gesagt haben. Von allen anderen habe ich teilweise abschätzige Blicke empfangen. Ich hasse solche Menschen. Manchmal wünsche ich mir, so jemanden einfach aus der Welt ausradieren zu können.
Heute habe ich mich mit einer anderen Deutschen getroffen, die ebenfalls eine Mitfahrgelegenheit sucht. Die ganze Zeit vor dem Gespräch ging es mir total mies und mir war richtig schlecht weil ich so Angst hatte. Jonna ist aber eigentlich ganz lieb. Der vorläufige Plan ist, das wir uns gegen Ende der Woche ein Auto mieten und dann in 17 Tagen bis Perth runterfahren. Das ganze ist nur sehr teuer, da es 2000$ kostet, nur die Miete..Sie schaut jetzt parallel  noch nach anderen im Hostel die 2 Plätze frei hätten, darauf habe ich aber keine Lust, da ich lieber mein Ding für mich mache und mich nicht nach anderen richte und alles mache was die sagen, nur weil sie so nett waren und mir eine Mitfahrgelegenheit gegeben haben. Das ist nicht gerade eine schöne Art zu reisen. Ich bin hier nur einmal, also möchte ich meine Entscheidungen unabhängig von anderen treffen. Dummerweise ist man hier nur auf andere angewiesen, da es alleine zu gefährlich und zu teuer ist. Ihr erkennt das Problem. Ich weiß noch nicht wie ich sowas längerfristig lösen werde. Da wäre ein eigenes Auto wirklich praktisch, weil da bin ich der Chef und mir quatscht keiner rein, nur lohnt sich das einfach nicht, da ich viel zu große Entfernungen zurücklegen müsste und außerdem Angst habe, das am Ende nicht verkauft zu bekommen. Ich hoffe bis Ende der Woche finde ich eine Lösung wie es weitergeht und bis dahin genieße ich meine Zeit in Broome. In dem Hostel könnte ich wirklich länger bleiben. Morgen werde ich endlich mal die Postkarten loswerden, die sich schon angesammelt haben und wieder zum Stadtstrand laufen und dort etwas lesen. Hier im Hostel gibt es eine Bücherecke. Ich vermisse das Lesen hier schon ziemlich. Deswegen nutze ich das jetzt und entspanne mich. Mit dem Ausblick auf wunderbares türkisblaues Meer. Als ich das Meer hier zum ersten Mal gesehen habe war ich so fasziniert. Türkis ist ja sowieso meine Lieblingsfarbe, und dann noch in so einer unendlichen Weite.. es ist Wahnsinn. Dasselbe ist mir dann nochmal am Cable Beach passiert. da bin ich übrigens über eine Stunde hingelaufen und war total fertig danach. Rückzu habe ich den Bus genommen da es schon dunkel war. Außerdem hätte ich nochmal so eine Aktion nicht überstanden:D Am Cable Beach ist das Wasser so toll. das Türkis war so überwältigend, das ich es gar nicht fassen konnte. Leider ist dort überall nur pralle Sonne, sodass ich mich an den näher gelegenen Stadtstrand das nächste mal begeben werde.
Liebe Grüße, Elli

der Stadtstrand, zu welchem ich mich Samstag nach der Ankunft gleich aufgemacht habe. Man kann am Strand nicht essen, ohne das einen die Möwen zerrupfen :D

erst stand eine Warnung mit "Stingers" da, habe mich dann aber doch entschlossen reinzugehen, da auch etliche andere gebadet haben. Da Ebbe war, konnte man perfekt im Wasser liegen und nichts tun. Nach einer 14 stündigen, komplett schlaflosen Busfahrt eine rettende Medizin.

von hier werde ich Freitag die Staircases beobachten. Ich bin gespannt.

Cable Beach du kleine Schönheit. Wenn man hier steht braucht man erstmal ein paar Minuten um das zu verarbeiten

EIN TRAUM, zwar nicht so schön wie Kuba, aber es kommt dem nahe


wenn man wenigstens einem Hobby nachgehen kann, neben faul sein versteht sich, das kann ich perfekt.




Die schönen Dinge in Erinnerung behalten

Doch in Kununurra sind nicht nur schlechte Dinge passiert.Als ich das Hostel gewechselt habe, bin ich etwas orienteriungslos durch die Straßen geirrt. Da hat eine Australierin angehalten und gefragt ob sie mich fahren soll. Und dann kam auch noch ein Mann der meinte er kann mich fahren. Die Australier sind wirklich so lieb. Das würde mir in Deutschland nie passieren. Da lebt jeder seinen eigenen Stiefel. Das ist auch das, wovor ich bei meiner Rückkehr Angst habe. Die deutsche Unfreundlichkeit und Engstirnigkeit, die mich schon nach so manchen Urlauben ziemlich fertig gemacht hat.
 Arni, ein supernetter Chilene hat mir wirklich dabei geholfen, das ich auch schöne Erlebnisse hatte. An einem Abend sind wir auf den Kellys Knob gegangen. Das ist ein ganz bekannter Aussichtspunkt um den Sonnenuntergang anzuschauen. Das war wirklich toll, auch wenn wir den Sonnenuntergang halb verpasst haben, weil wir zu spät waren. Später hat er mir noch eine Flasche Wein geschenkt, da ich noch kein Geld verdiene. Die schleppe ich immer noch mit mir rum.
Am Montag haben wir dann eine Wanderung zum Mirima Nationalpark unternommen und haben uns dabei erst einmal gründlich verlaufen. Wir sind eine Stunde in die falsche Richtung gelaufen und so hatte ich zu wenig Wasser mit, da ich nur für eine Stunde geplant hatte. Auf der Straße habe ich 2 weitere Kängurus gesehen, leider auch tot. Doch als wir endlich im Nationalpark angekommen sind, habe ich tatsächlich mein erstes wildlebendes Känguru durch den Busch hüpfen sehen. Das war wirklich toll. Im Nationalpark haben wir dann einige Walks gemacht die sehr schön waren. Ihr könnt euch die als Mini Bungle Bungles vorstellen, es sah exakt genauso aus, nur kleiner.
Am Dienstag hat Arni sich dann leider einen ziemlich miesen Scherz erlaubt. Er kam zu mir und meinte er hat eine Überraschung und ich solle doch mit raus kommen. Draußen hat er dann die ganzen Hunde angelockt die alle auf mich zugestürmt kamen. Ich bin so schnell ich konnte wieder zurückgerannt. Nach diesem Schock war ich wirklich komplett hinüber und es ging gar nichts mehr. Er hat sich zwar entschuldigt, aber es war eine so schlimme Situation für mich, das ich das nicht so einfach verzeihen konnte. Der Zeitpunkt kam erst, als ich Donnerstag Abend das Busticket gebucht habe. Ab diesem Moment wurde für mich alles leichter und ich wollte nicht im Bösen mit ihm auseinandergehen. Da ich Abstand von der Situation und allem bekommen würde, konnte ich die ganze Sache in den Hintergrund drängen. So habe ich dann am Freitag mit Arni noch einen supertollen Tag verbracht. Früh waren wir Smoothie trinken und bei der extremen Wärme hat das supergut getan. Danach sind wir zum Kangaroos Haven gefahren. Eine Tierauffangstation etwas außerhalb vom Ort. Eigentlich muss man sich vorher anmelden und als wir ankamen, waren die Besitzer natürlich prompt im Urlaub. Aber ein anderer Deutscher hat solange das Haus gehütet und meinte er kann uns ebenfalls herumführen. Am Anfang durfte ich ein kleines 3 Monate altes Baby Red Kangaroo mit der Flasche füttern. Das war so unglaublich niedlich und ich habe gemerkt wie gut mir die Nähe eines Tieres getan hat. Ich mag die Bilder die dort entstanden sind total, da ich einfach glücklich war und mich nicht verstellen musste. Auf allen anderen Bildern wirke ich angespannt und zurückgezogen, aber hier war ich vollkommen gelöst.
Danach hat er uns herumgeführt und alle Kängurus gezeigt, viele wurden verletzt am Straßenrand aufgegriffen und wieder hochgepäppelt. Ebenfalls befinden sich auf der Farm noch einige Vögel, wo Emus dazugehören. Ich fande die Station total toll, da wirklich auf das Wohl der Tiere geachtet wurde und alles mit soviel Herz gehandhabt wurde. Es war das Beste Erlebnis dieser Woche und ich bin froh da gewesen zu sein.Und Kängurus sind einfach nur unglaublich niedlich.
Danach sind wir noch zu einem Fluss gefahren wo er immer angeln war. Dort sind wir eine Weile am Fluss entlang gelaufen, dann aber umgekehrt weil ich zu große Angst vor Krokodilen bekommen habe.
Am Abend hat er mich netterweise noch zum Bus gefahren. Mit über 20kg Gepäck wäre ich fast umgefallen. Ich war sehr dankbar den Tag so erleben zu dürfen. Es war ein wundervoller Abschluss in Kununurra.
Liebe Grüße, Elli
bisschen dämlich sehen sie ja schon aus:D
mein Lieblingsbild, das Kängruru ist zwar fotogener als ich, aber ich weiß wie glücklich ich in dem Moment war und deswegen hat es eine superschöne Bedeutung für mich.