2018-02-20

Der schönste Job der Welt

Heute war ich wieder auf Schwimmtour. Meine Motivation hielt sich am Anfang sehr in Grenzen, da das Wetter sehr bescheiden war. Letztendlich war es aber dann doch eine sehr genial Tour. Leider war das Wasser sehr sehr trüb, so dass man nur 1m schauen konnte, wenn überhaupt, es war relativ windig und die Strömung im Wasser ist immer stärker geworden. Deshalb wurde es nach einiger Zeit immer anstrengender sich im Wasser am Seil zu halten, da man immer wieder weggedriftet ist. Dennoch konnten wir wunderbare Erlebnisse sammeln. Wir waren mit einer kleinen Gruppe von 6 Leuten unterwegs, was richtig angenehm war und man so individuell auf jeden eingehen konnte und Kath sich bemüht hat, jeden mal mit vor zu nehmen, damit jeder Besucher die Delfine erfolgreich sehen kann. Die erste Stunde waren wir nur auf dem Boot und haben abgewartet, bis die Tiere sich an einem Ort aufhalten wollten, da neben dem Bootschannel ein paar höhere Wellen waren, haben die Delfine daran dann ihren Spaß gefunden. Phil( Meeresbiologe) hat noch gesagt, dass sie vielleicht gleich in den Wellen surfen werden und ungelogen keine Sekunde später kamen gleich 3 fast synchron aus der Welle mit einem riesen Sprung heraus. Das haben sie so oft gemacht und wir waren jedesmal aufs neue fasziniert. Auch als wir später im Wasser waren und wir durch unsere Taucherbrillen die erste halbe Stunde erstmal nix gesehen haben, konnten wir sie Überwasser immer beim Springen beobachten. Wie oben schon erwähnt hatten wir leider Probleme mit der Wasserqualität, aber das gute daran war, dass die Delfine dadurch auch nicht gut gesehen haben und viel näher an uns herankommen mussten um uns zu sehen. Auf den Videos sind da so tolle Aufnahmen dabei! Man hört sogar darauf das klackern und pfietschen und wie sie sich freuen:) Es kamen etliche Delfine vorbei und es war wirklich eine schöne Tour. Jedesmal aufs neue ist es so bereichernd, wenn sie so nah unter Wasser vorbeikommen, sich drehen und einen anschauen. Mir fehlen die Worte dazu, man muss es einfach selbst erlebt haben und sich verzaubern lassen<3 Die Zeit ist wie bei der letzten Tour nur so verflogen und nach1 1/2h haben wir dann Pause gemacht und sind an einer seichteren Stelle nochmal hinein. Dort mussten wir auch nicht lange warten und 3 an der Zahl( eins war ein Baby, dass erst in den letzten Wochen geboren wurde) sind unter uns durchgetaucht. Überwasser haben wir noch beobachtet, wie die Vögel immer versuchen den Delfinen den Fisch aus dem Maul zu klauen, wenn sie mit diesem auftauchen, das sieht so lustig aus:D 
Ich war wirklich glücklich,, dies heute alles so erlebt zu haben, besonders die ganzen Sprünge, sowas sieht man wahrlich nicht oft. Ich kann mich nur wiederholen wenn ich sage, wie fasziniernd ich diese Tiere finde und wie froh ich bin, ihnen so nah sein zu dürfen. 
Ich würde euch gerne noch so viele Bilder mehr zeigen, aber das hole ich nach wenn ich daheim bin, mein WLAN streikt mal wieder, sodass ich allein für das Bild hier 15min warten durfte..
Liebste Grüße, Elli

Delfinschwimmen

17.02.2018
Meine zweite Schwimmmtour als Vollie stand an und es war noch eine Steigerung zur letzten. Es ist wahnsinnig toll, dass ich die Chance habe, immer mehr Erlebnisse mit den Delifnen einzufangen. Früh bereiteten wir wieder alles vor und halfen den Besuchern mit der Auswahl ihres Equipments. Gegen 9 legten wir dann ab und versuchten unser Glück wenig später schon an der ersten Stelle. Diesmal war ich die Glückliche, die das Shark Shield tragen musste. Das ist ein sehr langes Seil, welches man sich um den Fuß bindet, dieses baut eine Art elektrisches Feld auf und sendet Stromstöße im Wasser aus, welche die Haie abhalten sollen. Den Delfinen macht es lustigerweise nichts aus, aber die Haie haben irgendwie im Gesicht einen ganz empfindlichen Sensor, der sie abschreckt. Ich habe mich so viel sicherer mit dem Teil gefühlt:D Die meisten anderen die das tragen, lassen es meistens aus, da sie keine Stromschläge im Wasser bekommen wollen. Ich habe das Grizzeln auch immer mal gemerkt, wenn sich dieses blöde Teil wieder um meine Flosse gewickelt hat. Es ist auch richtig schwierig damit, nicht irgendwelche anderen zu verletzen, da das beim schwimmmen immer hoch treibt und so um die 2m lang ist. Aber das Ziel, von keinem Bullenhai gefressen zu werden wurde erreicht:D 
Der erste Schnorchelgang war leider erfolglos, hat mir aber Zeit gegeben, mich an das Shark Shield zu gewöhnen. 
Der zweite ist dann auch unser letzter geblieben.Die erste Gruppe Delfine habe ich leider verpasst, da ich mich, um Kath nicht zu verärgern im Hintergrund gehalten habe und die Besucher eher die Chance haben, welche zu entdecken. Die zweite Gruppe war dann einige Zeit später direkt rechts von mir. Da ist eine Mama mit ihrem Kalb ganz langsam an uns vorbeigeschwommen und etliche Minuten später kam dann der absolute Höhepunkt- ich versuchte gerade irgendwie mich zu orientieren als ich kurz unter Wasser schaute und unter uns eine Gruppe von bestimmmt 10-15 Delfinen langschwomm, es könnten auch mehr gewesen sein. Das schönste war, dass alle diesen Moment einfangen konnten, weil die Delfine direkt unter uns am Grund ganz langsam langgetaucht sind. Dieser Moment kam total unerwartet und ihr könnt mir glauben wie glücklich die gesamte Gruppe dann war. So etwaws erlebt man wahrlich nicht oft und ist auch auf den meisten Touren nicht üblich. Ich hatte so wahnsinniges Glück, dort dabei gewesen zu sein. Da wir in Ufernähe waren, war das Wasser diesmal auch richtig klar, sodass man alles super erkennen konnte. Ich bin ganz gespannt auf die Fotos, die mir Kath noch auf den Stick zieht, wenn ich die habe, werde ich den Beitrag erst veröffentlichen.
Ich könnte noch eine halbe Ewigkeit über die Tour weiterphilosophieren, aber ich lasse die Bilder mal für sich sprechen.
Das war eine so traumhafte Begegnung mit der ich nie gerechnet hätte, dass ich so etwas jemals erleben darf. Auch wenn die Arbeit manchmal langwierig ist wenn nicht viel zu tun ist, hat mir der gestrige Tag gezeigt, dass es jede einzelne Sekunde absolut wert ist, wenn man die Chance hat, mit den faszinierendsten Tieren der Welt zu schwimmen.
Auch das ganze Klima auf der Tour war super angenehm, die Leute waren sehr geduldig und hatten gute Laune, trotz dessen, dass wir fast 3h nur im Wasser waren und auch die Arbeit mit Kath hat Spaß gemacht,da sie wirklich richtig nett gewesen ist. Sie hat am Anfang gefragt ob soweit alles für mich klar ist und mir gesagt, dass sie ehr direkt ist wenn was nicht läuft, ich das aber nicht persönlich nehmen soll und wenn eben doch ein Fehler unterlaufen ist, hat sie mich freundlich darauf hingewiesen und sich am Ende oder auch mitten in der Tour für Sarahs und meine gute Arbeit bedankt. Das hat mir wirklich ein gutes Gefühl gegeben und ich konnte die Tour genießen. Ich war so so überglücklich, als wir wieder an Land waren<3 Ich hoffe in den nächsten 2 Wochen auf einige weitere tolle Erlebnisse im Discovery Centre im Wasser sowie an Land.
Liebe Grüße, Elli

Leider ist mein WLAN so so schlecht, dass ich nicht viele Bilder hochladen kann:/

2018-02-13

15x15 -Ein Land der Gegensätze

Nach fast einem halben Jahr in Australien kann ich das Land schon irgendwie als eine neue Heimat sehen und immer wenn ich hier eine australische Flagge im Wind sehe, fühlt es sich wie zuhause an. Nach so einer langen Zeit hier, sind mir einige Sachen aufgefallen, die ich hier wirklich zu schätzen weiß und die ich in Deutschland richtig vermissen werde, aber auf der anderen Seite auch reichlich Gründe, weshalb ich mich ganz zuhause in diesen Hinsichten wohler fühle.

15 komische Dinge in Australien

1. Wasser
Wer von euch schon hiergewesen ist kann mich sicherlich verstehen. Das Leitungswasser hier ist zwar Trinkwasser, aber der Geschmack lässt sowas von zu wünschen übrig. Es schmeckt, als würde man gerade ein gesamtes Schwimmbad leerschlürfen, so viel Chlor ist hier drin enthalten. ich hatte das Gefühl im Northern Territory war das am schlimmsten. Und da ich leider kein Geld habe mir abgefülltes Trinkwasser zu kaufen und außerdem viel zu faul bin das alles zu schleppen, habe ich mich an das Wasser hier jetzt gewöhnt(mal ganz ehrlich, so viel wie man bei der Wärme trinkt kann man gar nicht schleppen, geschweige denn bezahlen:D). Ich kann mich noch gut erinnern wie geschockt Marius vom wirklich delikaten Geschmack des Wassers war. Als er Zuhause war und zum ersten Mal wieder was richtiges getrunken hat, hatte er ein ziemlich schlechtes Gewissen, weil er dran denken musste, was für ne Brühe ich mir hier die ganze Zeit antue:D
Ich freue mich auf das Gesicht meiner lieben Eltern, wenn sie das endlich probieren dürfen:D Und da vor allem mein lieber Aldigator keine Lust hat Geld auszugeben und ich weiß wie froh sie im Ausland immer über das Gute und klare Wasser ist,wird das hier wohl ein ziemlicher Schock werden:D 

2. Ampeln
Die Australier sind ja ziemlich streng in vielerlei Hinsichten, so auch mit dem überqueren roter Ampeln, wo regelmäßig 200$ Strafen verteilt werden. Als ich in Sydney angekommmen war, war das richtig anstrengend, da die einfach überall waren und man nie Lust hatte zu warten. Selbst unser Tourguide Becky hat uns erzählt, dass sie da fast hätte bezahlen müssen in der Woche.. Aber das eigentlich nervige ist die Ultra kurze Schaltdauer dieser, man hat nichtmal 3 Schritte über die riesengroße Straße gemacht und schon schalten die wieder auf Rot. Des Weiteren machen die permanent ein sehr nerviges Piepgeräusch was einen fast zum ausrasten bringt wenn man das alle paar Sekunden hört. Achja, und die Zeit der kurzen Schaltdauer wird dann natürlich in der langen Wartezeit angehängt-love it.

3.Linksverkehr
Als Autofahrer lief das eigentlich recht locker ab. Aber als Fußgänger stellt mich das regelmäßig vor schwerwiegendere Probleme. Schon in meinen ersten Tagen in den Blue Mountains hat mich um ein Haar fast ein roter Doppeldecker Touristenbus mitgenommen, da ich in die falsche Richtung geschaut habe. Von  klein auf hat man gelernt in welcher Reihenfolge man schaut, bevor man eine Straße überquert. Das auf einmal umzutrainieren funktioniert bei mir selbst nach 6 Monaten nicht und ich bin immer misstrauisch und denke die Autos kommen aus der anderen Richtung.

4.Klang der Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen
Man fühlt sich wirklich wie in einem schlechten Amifilm. Die Sirenen klingen super quietschig und überhaupt nicht deutsch. Und die Feuerwehrleute kann man auch recht easy mit Müllmännern verwechseln. Die deutsche Uniform sieht ja echt schick aus, aber das hier besteht aus eher einfacherem Stoff und ist neongelb mit lauter Dreck garniert und sieht nicht wirklich aus wie eine Rettungskraft, ich musste öfter schmunzeln als ich sie beim Einsatz gesehen habe. Vor allem in Perth das eine Mal, als an einem Hochhaus der Alarm ging und die standen allesamt davor und haben ratlos nach oben geschaut:D

5. Preise
Ihr glaubt nicht wie schnell man hier das Geld verliert. Ich habe da vorher von vielen gehört, aber da ich ja einen sparsamen Lebensstil gewöhnt bin, habe ich mir da jetzt nicht sonderlich viele Gedanken gemacht-bis ich die Preise gesehen habe. Ihr müsst teilweise wirklich mit dem doppelten Betrag als in Deutschland rechnen und das zieht einem das Geld sehr schnell aus der Tasche, selbst wenn man nur die nötigsten Sachen kauft. Wenn ich gut bin, schaffe ich es hier mit 15-20$ die Woche zu leben, 10 hatte ich auch schonmal. Aber zum Preisvergleich: Paprika 8$, Pizza 15$, Vollkorntoast ab 3$, Jogurt 4$,Orangen 6$, Pilze 13$,Tomaten 6$. Das sieht zwar auf den ersten Blick nicht so viel aus, aber wenn man alles zusammen rechnet, kommt man bei den wenigsten Sachen schon auf sehr hohe Preise. Das ganze hängt damit zusammen, dass die Australier hier einen höhreren Lohn bekommen als wie Deutschen. Hier liegt der Mindestlohn bei 23$, was umgerechnet etwas über 12€ sind. Deshalb haben die Leute auf dem Konto zwar erstmal viel mehr Geld, aber durch die hohen Lebenserhaltungskosten deckt sich das dann. Achja, ein Kinobesuch ist so ab 23$ zu haben^^ Einen wirklich exzessiven Lebensstil kann ich mir hier also nicht leisten und so verzichte ich auch auf vieles, was ich eigentlich gerne machen würde. Ich empfinde das aber als nicht so schlecht, da man den Wert der Dinge viel mehr zu schätzen lernt als wenn zuhause einfach alles immer im Kühlschrank liegt oder ich mir das Taschengeld für bestimmte Dinge einteile. Das hier ist mein selbst erarbeitetes Geld und ich weiß wie hart ich dafür gearbeitet habe, das versucht man schon zusammenzuhalten oder gerade jetzt, wo ich keinen wirklichen Job habe und auf mein erspartes von zuhause zurückgreifen muss. Das Geld möchte ich natürlich auch nicht einfach so herauswerfen. die 2 tage die ich pro Woche arbeiten darf, reichen leider nichtmal, um die 150$ Miete pro Woche zusammenzubekommen. Für mich war das sparen hier jetzt nicht wirklich ein Problem oder ist eine Sache die mich belastet, da ich es von zuhause schon gewohnt bin und ich dort mein Geld auch nie wirklich ausgegeben habe. Nach einer Zeit nervt es einfach, wenn man immer nur so einfach leben muss, ich vermisse schon das ganze gute Essen von zuhause, aber beim Reisen muss man da wirklich Abstriche machen, doch dafür weiß ich, das nicht alles selbstverständlich ist.

6. Brot
ich wünschte ich könnte Brot sagen, denn das ist hier definitiv ein Fremdwort.  Ich habe noch nirgendwo ordentliches Brot gesehen. Es gibt wirklich nur Toast und der ist nicht gerade billig. Vollkorntoast ist hier das höchste aller Gefühle, aber da mir das zu teuer ist( ab 3$), ist es eben immer nur der weiße für 1$, Davon kann man aber auch gefühlt ne halbe Packung essen und ist immer noch nicht satt^^ ich kann langsam wirklich keinen Toast mehr sehen. Mama hat mir ja erzählt wie das bei ihr nach ihrer Zeit in Schottland war und ich wollte es nie glauben, aber jetzt weiß ich wirklich was gemeint ist. Ich freue mich wirklich so krass auf das deutsche Essen.

7. fehlende Traditionen
Gerade in der Weihnachtszeit fande ich es deprimierend hier zu leben. Klar, Weihnachten in der Sonne ist schon mal was, aber so richtig konnte ich mich damit nicht anfreunden. Hier ist Weihnachten nur komerzieller Schrott mit hässlicher Deko überall. Nichtmal Nikolaustag kennen die armen Kinder und Fasching gibt es hier auch nicht. Ostern wird auch nicht so recht gefeiert habe ich gehört. Das ist einer der Gründe, warum ich es mir nie vorstellen könnte dauerhaft hier zu leben. Auch die Architektur ist nicht gerade schön. Australische Häuser sind alles ehr flach gebaut und sehen alle gleich aus.

8.Fliegen
vor allem auf meiner Tour von Darwin nach Perth hätte ich die Viecher verfluchen können. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie anstrengend es ist wenn man auf einem Walk die schöne Natur genießen will, das aber nicht möglich ist weil ungelogen fast 30 Fliegen immer um den Kopf schwirren.. Wenn das nicht Aggressionslevel 500+ ist weiß ich auch nicht:D

9.Handynetz
sobald man aus den größeren Städten heraus ist, kann man sämtlichen Kontakt zur Außenwelt vergessen, heißt wirklich nicht umsonst Outback. Auf manchen Touren hätte ich mir es wirklich gewünscht, einfach die Möglichkeit zu haben mich zu melden, aber das Netz ist nichtmal ansatzweise vorhanden. Mit meinem Aldimobile war ich immer noch ganz gut dran, besonders auf meiner Tour die Westküste herunter. In kleineren Städten hatte ich da immerhin Empfang wo andere mit Vodafone oder Optus von Broome bis Perth nix hatten. Das liegt dadran, das Aldi im Telstra(bestes in Au) ist.

10.Regeln der Bundesstaaten
Stellt euch vor Oma dürfte euch nicht mehr mit Kuchen oder Obst versorgen^^ Dann würde in Thüringen die Apfelplage hoch 1000 eintreten und Sachsen würde verhungern:D Spaß beiseite, hier gibt es die Regelung von einem Bundesstaat in den anderen keine frischen Lebensmittel einführen zu dürfen, das muss alles weggeworfen werden. Total bescheuert eigentlich, aber die wollen sich eben vor allen möglichen Seuchen schützen obwohl ich das etwas zu übertrieben finde. Mir ist es auch schon passiert, dass ich an der Grenze vom NT zu WA von der Grenzkontrolle durchsucht wurde(oder besser das Auto).

11.Möwen
Man hat dieses superschöne Bild von einem gemütlichen Picknick am Strand vor sich. Das Meeresrauschen, eine leichte Brise Wind und ein wundervoller Sonnenuntergang. Tja, ne. gibt's nicht. Sobald du irgendwas zu Essen auspackst kommt ein ganzer Möwenschwarm an der dich belagert und dir alles klauen will, die Biester sind so dreist^^

12. Distanzen
Wo wir zuhause am Wochende mal schnell Ski fahren gehen, die Großeltern besuchen oder in den Wald gehen, stellt einen das hier vor andere Herausforderungen. Gerade hier im Westen liegen alle sehenswerten Sachen erstmal 1000km voneinander entfernt. Auf meiner Westküstentour bin ich im Durchschnitt jeden Tag fast 8 Stunden Bus gefahren. Australien ist ein riesiger Kontinent, das vergisst man viel zu schnell und unterschätzt dann teilweise auch einiges. Das ist mir mit Marius an der Ostküste in der Nähe von Mackay am Eungella Np passiert. Wir dachten der wäre nur 20min entfernt. Es waren dann leider fast 70km und unser Tank nicht mehr der Beste^^ 

13.Inlandsflüge
Also Sicherheit ist hier irgendwie ein Fremdwort. Als ich von Perth nach Brisbane geflogen bin, hat wirklich keiner meinen Ausweis kontrolliert. Auch die Sicherheitskontrolle war eher so larifari. Und was ich am kuriosesten finde ist, dass man bis zu 5l Flüssigkeit einfach mit in den Flieger nehmen kann. Für die Passagiere ist da natürlich gut, wenn man seine Getränke nicht wegschmeißen muss, aber ganz ehrlich, auf diesem Flug habe ich mich nicht gerade sicher gefühlt.

14. Alkohol
Erstmal abgesehen davon, dass der Alkohol hier ein Vermögen kostet, ist es auch nicht erlaubt, diesen in der Öffentlichkeit zu konsumieren. In Deutschland ist es vollkommen normal, vor dem Club einfach zu trinken. in Australien würde man da nicht mehr reingelassen werden( übrigens auch nicht, wenn man zu locker gekleidet ist, Flipflops, jogginghose oder sommerliches Strandoutfit werden nicht geduldet, man muss schon schick aussehen). Und bei dem Ausschenken wird das hier auch sehr eng gesehen. Ich musste ja auch mein RSA Certificate machen, das mir erlaubt, Alkohol auszuschenken. Marius hat in Airlie Beach kein Bier bekommen, da er keinen Ausweis dabei hatte zur Mittagszeit. Die Bedienung meinte auch sie schmeißt uns raus, wenn sie sieht, dass er von meinem was trinkt. Da ich ja auch in der Gastro arbeite weiß ich, dass sie das machen muss, da sie anderweitig ihren Job verlieren kann.

15. Gefahren
Bevor ich hierher gekommen bin hat mich jeder komplett verrückt gemacht wegen irgendwelchen Schlangen, Spinnen oder Haien. Ich habe mir da nie wirklich einen Kopf drüber gemacht und es ist bis jetzt noch nie was passiert. In Queensland sind Marius und mir während der 2 Wochen bestimmt 5 Schlangen begegnet. ja und wir leben noch, kein Grund zur Panik:D Die Australier machen sich hier auch nicht verrückt deswegen, ich glaube die sind fast bisschen zu entspannt. Da wird einfach in Haigebieten bedenkenlos schwimmen gegangen-no worries:D 

15 Dinge, die ich in Australien liebe

1. Hundeverbot/Leinenzwang
Als Phobiker erfreut es mich wirklich sehr, das in vielen Nationalparks Hunde verboten sind und in den Städten überaus oft Leinenzwang Schilder aufgestellt sind, die mit 200$ Strafe drohen wenn ein Hund ohne Leine erwischt wird. leider nehmen das viele nicht allzu ernst und ich fühle mich nicht soo sicher, aber in denNps ist es mir eine große Hilfe:)

2. Palmen
Was vermittelt denn mehr Urlaubsgefühl als Palmen?! Ich glaube jeder liebt Palmen, es ist so toll immer welche in der Umgebung zu haben.

3. Unendliche Weite
Es gibt fast keine größere Faszination als inmitten der roten Erde zu stehen im Outback und nur rote Buschlandschaft zu entdecken. Straßen, die für 100e Kilometer geradeaus gehen, die wunderbaren Felsformationen der Kimberleys die einen wie im Märchen fühlen lassen, riesige Affenbrotbäume und die Wärme, die all die rote Umgebung ausstrahlt. In fast keinem anderen Land wird man dies so erleben können und ich bin froh und dankbar, diese Seite an Australien kennengelernt zu haben.

4. Sternenhimmel über den Kimberleys
Ich weiß noch wie meine Eltern zuhause meinten, dass ich auf der Südhalbkugel nichtmal einen halb so tollen Sternenhimmel haben würde wie zuhause. Ich kann euch definitiv vom Gegenteil überzeugen. Mitten im Outback, wo kein Dunst in der Luft hängt, sondern abends alles so klar ist wie nirgendwo sonst, kann man die tollsten Sternenkonstellationen beobachten. Ich habe die Milchstraße noch nie so klar gesehen und auch nicht so viele tolle und leuchtende Sterne auf einmal. Es ist ein wunderbares Gefühl abends im Zelt zu liegen, durch das Fliegennetz nach oben zu schauen in den fantastischsten Sternenhimmel überhaupt und gelegentlich einige Sternschnuppen vorrüber ziehen zu sehen. Im Karijini Np durfte ich durch ein Teleskop sogar den Saturn aus nächste Nähe anschauen.

5.Freundlichkeit der Australier
Die deutsche Unfreundlichkeit war ein bisschen der Punkt vor dem ich geflohen bin und in dieser Sache bin ich hier wirklich am richtigen Ort angekommen. ich kann euch nicht sagen wie lieb hier alle sind. gerade auf meiner Arbeit jetzt ist ein wirklich schönes Klima. Die Leute kommen extra nach der Arbeit und bedanken sich bei dir für den Tag, fragen wie es geht und lächeln. In Deutschland ist doch jeder total verbohrt was diese Ansicht angeht. Ich mochte die deutsche Art noch nie leiden und egal aus welchem Urlaub wir zurück gekommen sind, war ich richtig deprimiert wieder in Deutschland zu sein. Es gibt nur wenige Länder, wo die Leute so unfreundlich sind wie dort. Deutsche sind oberflächlich und wollen sich gar nicht mit anderen beschäftigen. Es lebt jeder nur stur seinen Alltag und wenn einen ja mal jemand anschaut und anlächelt fragt man sich, was das den gerade sollte. Es ist doch traurig, wenn es einem auffällt, wenn andere nett zu einem sind. Das sollte doch eigentlich Normal sein und ich bin froh, diesen Normalität hier gefunden zu haben. Es ist ein tolles Gefühl zur Arbeit zu gehen und zu wissen, dass die Leute sich für dich interessieren, dir nicht irgendeinen Stempel aufdrücken und dich zu schätzen wissen. Es fragt einen jeder"how are you", natürlich ist das mehr eine oberflächliche Floskel, aber es gibt einem ein gutes Gefühl und wenn man von seinen Problemen erzählt, versuchen alle ine Lösung zu finden und haben ein offenes Ohr.

6. Vielfältigkeit der Natur
Norwegen ist bekannt für die Fjorde, die Schweiz für di Alpen, die Karibik für die Traumstrände und Australien? Das ist schwer zu sagen.. Es gibt das faszinierende Outback, wundervolle Riffe zum Schnorcheln,Schöne Strände, eine tolle Tierwelt, ein kleines Neuseeland,Palmen und ewige Sonne. Egal wie viele Kilometer man reist, es gibt immer irgendwas neues zu entdecken und in den 6 Monaten habe ich so viel gesehen wie noch nie und das alles in einem Land.

7. Entfernt von allem
Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich es genieße entfernt von allem Unglück in der Welt zu sein. Ich muss mich nicht mit irgendwelchen Nachrichten befassen oder was in der Politik so passiert. Im Normalfall sind das Dinge, die mich mehr als belasten und mir den Alltag schwer machen. Zuhause redet jeder immer nur darüber wie schlimm doch alles ist, welche furchtbaren Sachen wieder passiert sind oder wie das mit der Politik nur weitergehen soll. Es sind alles Dinge, über die hier keiner redet und ich bin richtig froh, mich mit nichts davon befassen zu müssen. Einige sehen es als dumm oder weltfremd an aber mir tut es  psychisch nicht gut, mich mit Nachrichten zu befassen und hier ist es befreiend für mich, dass ich abgeschirmt bin.

8. Jeden Tag Urlaub zu haben
Ich habe die Möglichkeit jeden Tag ans Meer zu gehen. Es gibt keinen Ort der mich mehr entspannt und ich bin so dankbar, dieses in unmittelbarer Nähe zu haben.

9. niemals schlechtes Wetter
ja, manchmal schon, aber überwiegend scheint nur die Sonne und es ist warm. Sogar so sehr, dass ich manchmal früh aus dem Fenster schaue und mir Regen wünsche, weil ich diesen sehr vermisse:D ich weiß, ihr würdet gerade liebend gerne euer hässliches Wetter abgeben, aber Monatelang nur Sonne wird irgendwann anstrengend:D

10.Relaxtheit der Aussies
Hier macht sich keiner so schnell verrückt wenn irgendwas ist. No worries und der Rest klärt sich schon von alleine irgendwie. Es ist wirklich angenehm, hier nicht diese typische deutsche Hektik zu haben.  Es interessiert keinen ob man paar Minuten später kommt, Hauptsache man ist da und macht seine Arbeit gut. Genau meine Einstellung mit der mich die Deutschen nie verstanden haben..

11. hoher Lohn
Am Wochenende abends kellnern und 26$ die Stunde zu bekommen, daran könnte ich mich wirklich gewöhnen:D  Der hohe Verdienst ist hier wirklich ein riesengroßer Pluspunkt.

12. Dominos
jeder Backpacker wird mir zustimmen, die 5$ Pizza bei Dominos ist wirklich unschlagbar und so so lecker.

13. Sonnenuntergänge
Ich darf mich froh schätzen, dass die tollsten Sonnenuntergänge am Meer zu meinem Alltag gehören.

14. unbegrenzte Möglichkeiten 
Mir stehen hier alle Türen öffen mich selbst zu verwirklichen und meine Träume zu leben. Sei es zu den schönsten Destinationen zu reisen oder mit Delfinen, meinen absoluten Lieblingstieren zu arbeiten. Ich habe hier Möglichkeiten, die ich mir nie hätte träumen lassen.

15. Tierwelt
Ich habe noch nie auf der Welt so viele tolle Tiere gesehen. Delfine, Kängurus, Wallabies, Schlangen, Quokkas, Haie, Fische, Schildkröten, Oktopusse oder Schnabeltiere. Australiens Tierwelt hat unglaublich viel zu bieten und vor allem Tiere, die es nirgendwo anders auf der Welt gibt in freier Wildbahn zu erleben ist wahnsinnig toll.

Ich hoffe ihr konntet einen besseren Eindruck in den australischen Alltag bekommen und wisst jetzt bitte euer gutes leckeres Essen zu schätzen:D 
Ich bin sehr dankbar hier sein zu dürfen und hier zu leben, nehmt die negativen Sachen nicht zu schwer;D
Liebe Grüße, Elli







2018-02-06

Blutmond am anderen Ende der Welt

Letzte Woche habe ich Mittwoch Abend eine ganz tolle Mondfinsternis mit Blutmond beobachtet. Glücklicherweise konnte ich das ganze aus von meinem Haus beobachten. Also habe ich mich auf die Terasse gesetzt und dem ganzen Schauspiel zugesehen. Es war wirklich interessant. Ich habe auch versucht immer einige Fotos zu machen, auf denen hat man die Farbe des Mondes richtig super erkennen können. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich sowas in Deutschland noch nie gesehen:D Oder war so klein, dass ich es vergessen habe:)
Liebe Grüße, Elli

hier könnt ihr das rot vielleicht etwas besser erkennen. Es sah auf jeden Fall wirklich interessant aus:)